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Erinnern an den NS-Widerstand 1933-1945

                                                      

Gemeinsame Bildungsveranstaltung im Nikolaus-Groß-Haus

Am 22. September 2021 besuchten die Schüler*innen des Projektkurses Geschichte (in der Q2) zusammen mit Carl Goerdeler, dem Enkel des Widerstandskämpfers Carl Friedrich Goerdeler (1884-1945), Herrn Kmuche (Friedensaktivist), Herrn Weiß (Stadtarchivar Hattingen) und Frau Klutzny (Stadtarchivarin Sprockhövel) das Nikolaus-Groß-Haus und die St. Mauritiuskirche in Hattingen-Niederwenigern. Die Gedenkstätte und das Museum erinnern an das private Leben und das politische Wirken von Nikolaus Groß, der nach dem Attentat vom 20. Juli 1944 verhaftet und in Berlin-Plötzensee hingerichtet wurde.

Gemeinsam mit Carl Goerdeler (geb. 1943 in Königsberg, seit 2008 im Ruhestand und im Hospiz tätig) haben die Schüler*innen über die Schicksale der beiden Personen gesprochen und waren über die Herkunftsgeschichte von Nikolaus Groß und seinem Engagement als katholischer Arbeiterführer erstaunt. In der Taufkirche haben die Schüler*innen an der Führung von Herrn Kriwet teilgenommen; hier haben sie erfahren, dass Nikolaus Groß 2001 vom Papst selig gesprochen wurde. In seinem Vortrag hat der Stadtarchivar Herr Weiß den Widerstandskämpfer Nikolaus Groß als Familienvater von sieben Kindern hervorgehoben und seine kritische Haltung gegen den Nationalsozialusmus vor der Machtergreifung veranschaulicht. Zeitlang war er auch im Goerdeler-Kreis aktiv. Die bewegende Lebensgeschichte des Enkels (sowie anderer betroffener Personen) wurde in dem Dokumentarfilm Die Kinder von Bad Sachsa von Michael Heuer anschaulich dargestellt.

WAZ, 30.09.2021

Online-Seminar mit der Gedenkstätte Deutscher Widerstand am 27.10.2021

Schüler*innen der Gesamtschule Hattingen haben sich mit dem Thema „NS-Widerstand 1933-1945“ beschäftigt. Dabei wurde die Thematik des Widerstands nicht nur unter historischer Betrachtungsweise erarbeitet: Zwei Musikkurse der Jahrgangsstufe EF näherten sich anhand zahlreicher musikwissenschaftlicher Artikel, verschiedenem Notenmaterial und Liedtexten den Formen des klanglichen Widerstands. Dabei stehen das „oppositionelle Singen Jugendlicher“ und die sogenannten „Swingkids“ im Fokus der Erarbeitung. Des Weiteren beschäftigten sich die Schüler*innen vertiefend mit den Schicksalen der Orchestermusiker in Konzentrationslagern und des tradierten Liedgutes („Die Moorsoldaten“, „Von guten Mächten wunderbar geborgen“).

Die Wanderausstellung „Was konnten sie tun? Widerstand gegen den Nationalsozialismus 1939 – 1945“ der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin begleitete im Januar 2022 die Projektarbeit.