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Mit Carl Goerdeler im Nikolaus-Groß-Haus in Hattingen-Niederwenigern

Am 22. September 2021 besuchten die Schüler*innen des Projektkurses Geschichte (in der Q2) zusammen mit Carl Goerdeler, dem Enkel des Widerstandskämpfers Carl Friedrich Goerdeler (1884-1945), Detlev Kmuche (Projektförderer und Initiator diverser Friedensaktivitäten), Thomas Weiß (Stadtarchivar Hattingen) und Marlene Klutzny (Stadtarchivarin Sprockhövel) das Nikolaus-Groß-Haus und die St. Mauritiuskirche in Hattingen-Niederwenigern. Die Gedenkstätte und das Museum erinnern an das private Leben und das politische Wirken von Nikolaus Groß, der nach dem Attentat vom 20. Juli 1944 verhaftet und in Berlin-Plötzensee hingerichtet wurde.

Gemeinsam mit Carl Goerdeler (geb. 1943 in Königsberg, seit 2008 im Ruhestand und im Hospiz tätig) haben die Schüler*innen über die Schicksale der beiden Personen gesprochen und waren über die Herkunftsgeschichte von Nikolaus Groß und seinem Engagement als katholischer Arbeiterführer erstaunt.

Aktuell beschäftigen sich die Schüler*innen des Projektkurses Geschichte mit dem Thema „NS-Widerstand“ und planen mit Carl Goerdeler und dem lokalen Stadtarchivteam eine Projektveranstaltung am 2. Februar 2022. An dem Tag sollen die Schülerergebnisse präsentiert und eine Podiumsdiskussion mit Herrn Goerdeler geführt werden. Die bewegende Lebensgeschichte des Enkels (sowie anderer betroffener Personen) wurde in dem Dokumentarfilm „Die Kinder von Bad Sachsa“ von Michael Heuer anschaulich dargestellt.

Die Wanderausstellung „Was konnten sie tun? Widerstand gegen den Nationalsozialismus 1939 – 1945“ der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin wird im Jan/Feb 2022 die Projektarbeit begleiten.

Für das Projektteam Herr Hezer

 

> WAZ zu Nikolaus Groß (30.09.2021 und 20.08.2021)